Gefangen auf der Insel (Fortsetzungsgeschichte)
 
 
Das war geschehen:
(nacherzählt aus Karin Kohl: Die Katze im Baum und andere Geschichen zum Weiterdichten/Agentur Karin Kohl, 1996)

Pamela, Daniel und Kitty, drei Geschwister, fuhren am letzten Tag ihres Urlaubs mit einem kleinen Ruderboot  vom Festland auf die 500 Meter entfernte Insel, um ein letztes Mal dort zu spielen. Sie erzählten niemandem davon. Kaum dort angekommen, mussten sie mit ansehen, wie ihr Boot auf das offene Meer hinaustrieb.

 

... Der Wind war heftig geworden, dunkle Wolken trieben über den Himmel und verdeckten die Sonne. Daniel begann zu weinen. Er weinte bitterlich, doch Pamela meinte weise:"Weinen hilft uns jetzt auch nicht weiter. Da wir heute bestimmt nicht mehr ..." Plötzlich wurde sie von einem schauerlichen Geheul unterbrochen. "Das ist bestimmt ein Wolf! Pamela, Kitty, kommt, wir müssen einen geschützen Ort suchen, wo wir sicher sind!", bibberte Daniel leise. "Gute Idee! Ich glaube, ich weiß, wo wir hin können!" Wir können uns doch in der Höhle verstecken!", sagte Pamela. 
Also zogen die drei in Richtung Höhle und verschanzten sich dort: Sie schoben Steine und kleine Baumstämme vor die Öffnung, ließen aber einen Spalt, wodurch sie hinaus und hinein gelangen konnten. Diese diente aber auch dazu, dass der Rauch des Feuers, welches sie entfacht hatten, abziehen konnte. Pamela fand in ihrer Tasche zufällig drei Mangos, die sie gemeinsam aßen. Als sie gegessen hatten, schliefen sie ein. 
Mitten in der Nacht wachte Daniel auf. Entsetzt weckte er Pamela und flüsterte:"Hast du auch das Geheul gehört?" Es klang, als ob der Wolf direkt vor dem Eingang steht!" "Was? Das glaubst du ja selber nicht! Ich schaue nach!", döste Pamela. Dann stieg sie aus ihrer Jacke, unter der sie geschlafen hatte, hervor, kletterte die Steine hoch und sah nur noch einen Schatten. - 
Es war kein Wolf, es war ein Mensch! Da war Pamela sich sicher! - 
Am nächsten Morgen suchten sie die Insel ab. Und tatsächlich! Da lag jemand  mit einem langen Bart und schlief. Er erklärte:"Das hier ist meine Insel! Ich bin schon seit vielen Jahren hier. Also verschwindet!"
"Wir würden ja gerne, aber wir können nicht! Unser Boot treibt auf dem Meer! Wenn sie uns helfen hier wegzukommen, gehen wir gern. Helfen Sie uns ein Boot zu bauen?", bat Pamela. Er nickte. 
Dann fingen sie an zu bauen. Gegen Abend wurde sie damit fertig, bedankten sich und fuhren zur Küste. Dort rannten sie zu ihrem Haus, wo Mama und Papa warteten. Sie waren heilfroh, denn heute wollten sie die Polizei alarmieren. Noch am selben Tag fuhren sie nach Hause.
(Elisabeth)

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